In vier Schritten zur eigenen Solaranlage

Solardach

Energie von der Sonne ist die zukünftige Grundlage unserer Zivilisation. Heutige Solaranlagen haben eine garantierte Lebensdauer von wenigstens 20 Jahren. Sie können mit einer Solaranlage Strom erzeugen (Photovoltaik), diesen selbst verbrauchen und auch auch ins Stromnetz einspeisen. Für die Einspeisung ins Stromnetz bekommen Sie in Deutschland und in vielen anderen Ländern eine gesetzlich garantierte Vergütung. Anlagen, die warmes Wasser erzeugen (Solarthermie), können zur Energieeinsparung beitragen und somit Kosten senken. Was in Ihrem Fall sinnvoll und nützlich ist, hängt von den Voraussetzungen ab, die im ersten Schritt beschrieben sind.

Schritt 1: Voraussetzungen prüfen

Einige Städte bieten im Internet ein Solarkataster an. Das ist eine automatisierte Auswertung, die zeigt, ob Ihr Gebäude für die Nutzung der Sonnenenergie geeignet ist. Unabhängig davon ist zu prüfen, ob der Standort verschattungsfrei bleibt. Bauwerke in der Nachbarschaft, Bäume oder Gehölze können zu Verschattungen führen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden gibt es möglicherweise auch Einschränkungen. Die zuständige Baubehörde in Ihrer Stadt oder Gemeinde gibt Auskunft über die geltenden Bestimmungen – z.B. aufgrund eines Bebauungsplans.

Wenn in den nächsten Jahren eine Dachsanierung geplant ist, so ist dies oft ein guter Anlass, um eine Solaranlage zu planen. Bei einer dachintegrierten Solaranlage sind Kosteneinsparungen möglich. Auch die Tragfähigkeit des Dachs ist zu prüfen. Hierfür ist ggf. ein Gutachten über die Statik erforderlich. Bei Mietern und bei Eigentumswohnungen sind oft eine Reihe von Absprachen, z.B. mit der Hausverwaltung erforderlich. Jedoch müssen Sie nicht Eigentümer sein, um die Sonnenenergie gewinnbringend zu nutzen. Auskunft dazu erhalten Sie bei uns.

Schritt 2: Angebote von Fachbetrieben einholen und vergleichen

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, eine Solarstromanlage zu bauen, sollten Sie von wenigstens drei Fachbetrieben detaillierte Angebote einholen. Die Eignung und Zuverlässigkeit eines Anbieters hängt von den Referenzen ab. Eine solche Referenz kann z.B. die Prüfung durch die RAL-Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. sein.

Sie können Sie die Angebote dann von uns oder einem anderen unabhängigen Berater prüfen lassen. Wenn Sie die Kosten für die Solaranlage ermittelt haben, ist zu klären, wie hoch der Eigenstromverbrauch ist. Außerdem können Sie eine Finanzierung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Förderungen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bekommen.

Manchmal stehen Sie vor der Entscheidung, wieviel Fläche des Dachs für Photovoltaik und Solarthermie genutzt werden soll. Hier kann Ihnen z.B. ein Energieberater helfen, das passende Angebot zu finden. Im Internet gibt es ebenfalls Berechnungsprogramme, die eine Abschätzung erlauben. Auf jeden Fall sollten Sie verschiedene Angebote vergleichen und durchrechnen lassen.

Schritt 3: Vertrag mit dem Netzbetreiber bzw. Stromversorger

Sobald Sie ein vollständiges Angebot vorliegen haben und dieses geprüft wurde, können Sie bereits zum nächsten Schritt übergehen. Um in den Genuss der Einspeisevergütung nach EEG zu kommen, muss mit dem zuständigen Betreiber des Stromnetzes ein Vertrag geschlossen werden. Sie können auch Ihren jetzigen Stromversorger fragen. Manche Anbieten haben günstige Verträge für den Anschluss einer Photovoltaikanlage. Das sollten Sie dann bei der Finanzierung, die sich aus Schritt 2 ergibt, berücksichtigen.

In diesem Zusammenhang sind auch die Anschlussmöglichkeiten zu prüfen. Diese Prüfung kann jeder zugelassene Elekroinstallateur durchführen, sobald die Leistung der Photovoltaikanlage berechnet wurde. Möglicherweise stellt sich dann heraus, dass noch einige unvorhergesehene Kosten dazu kommen oder ein Fachbetrieb das ursprüngliche Angebot anpassen muss.

Schritt 4: Auftrag und Anschluss

Bevor Sie einen Auftrag erteilen, sollten Sie prüfen, ob das vorliegende Angebot die Anforderungen erfüllt, die Sie beim Vergleich und bei der Berechnung als Grundlage verwendet haben. Das gilt insbesondere für die technischen Daten der Solarmodule. Achten Sie unbedingt auf die Zahlungsmodalitäten und vereinbaren Sie alles schriftlich. Beim Anschluss sollte ein Protokoll erstellt werden. Für Solarstromanlagen in Deutschland gibt es eine Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur, wenn die Einspeisevergütung in Anspruch genommen werden soll:

PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur

Außerdem sollten Sie der Gebäudeversicherung die Solaranlage als neuen Bestandteil des Gebäudes anzeigen, wenn Sie keine besondere Versicherung abgeschlossen haben. In der nächsten Steuererklärung können Sie die Solaranlage berücksichtigen, wenn Sie mit einer Prognoserechnung nachweisen, dass sich langfristig ein Gewinn ergeben kann. Die Höhe des Gewinns spielt dabei keine Rolle – es können auch nur ein paar Euro sein, dafür verringern aber die Anschaffungskosten die Steuerlast.

Möchten Sie etwas zur Geschichte der Sonnenenergie-Nutzung erfahren, dann klicken Sie hier.

Dieser Text wurde aus internen und externen Quellen nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir sind bemüht, unsere Internetseiten stets zu aktualisieren. Wir können nicht garantieren, dass die angegebenen Weblinks vollständige, richtige und aktuelle Informationen enthalten. Daher übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiberinnen und Betreiber verantwortlich. © Frank M. Rauch 2016, aufgestellt am 14.06.2016, zuletzt geändert am 13.09.2016