Die Mühle
Am 07.03.2002 fand die Gründungsversammlung unserer Interessengemeinschaft in der Mühle am Wall in Bremen statt. An dieser Sitzung nahm auch Robert Werner, Vorstandsmitglied bei greenpeace energy eG, als Gast teil. Ziel war damals die Bürgerbeteiligung am Wasserkraftwerk in Bremen. Diese Bürgerbeteiligung sollte in Form einer Genossenschaft erfolgen.

Im Laufe der Jahre konnten über 1000 Interessenten gewonnen werden. Parallel dazu lief der Wettbewerb um die technisch und wirtschaftlich Lösung für das Wasserkraftwerk. Das Planfeststellungsverfahren mit der Genehmigung erfolgte 2007, die Verhandlungen der WeserStrom Genossenschaft in Gründung mit der SWB (ehemals Stadtwerke Bremen AG) zogen sich bis Anfang 2009 hin und wurden dann in beiderseitigem Einverständnis beendet.

Im März 2006 gründeten wir die Bremer Energiehaus-Genossenschaft für den preisgünstigen Einkauf von Gas und elektrischen Strom.

Durch den Klimawandel und die japanische Atomkatastrophe (März 2011) bekamen die Investitionen in erneuerbare Energien weltweit neuen Aufschwung.

Lage der Mühle am Wall

Was sind die Vor- und Nachteile einer Genossenschaft ?
Es ist nur ein geringes Gründungskapital erforderlich. Die Höhe des Genossenschaftsanteils ist nicht vorgeschrieben im Genossenschaftsgesetz (GenG). Es findet - außer bei großen Genossenschaften - eine weitgehend demokratische Kontrolle statt. Viele Genossenschaften bieten weitere Vergünstigungen. Im Falle einer Insolvenz gehören die Mitglieder zur Schuldnerseite und haften nur mit ihrem Genossenschaftsanteil,
sofern die Satzung nicht etwas anderes bestimmen (z.B. eine Nachschusspflicht).
Es ist möglich, dass sich eine große Zahl von Bürgern mit einem jeweils verhältnismäßig geringen Geldbetrag beteiligen. Das Risiko ist im Gegensatz zu börsennotierten Aktien gering. Die Genossen sind Miteigentümer am Kapital einer Genossenschaft. Sie entscheiden in der jährlichen Generalversammlung selbst über die Höhe einer Gewinnausschüttung. Genossenschaftsanteile können weitergegeben oder verschenkt werden. Nach einer Kündigung erfolgt die Rückzahlung entsprechend dem in der Bilanz ausgewiesenen Genossenschaftsanteil.

Erstellt am 06.11.2002, letzte Änderung am 29.05.2017