Bregas
Was sind die Vorteile einer Genossenschaft ?
Es ist nur ein geringes Gründungskapital erforderlich. Die Höhe des Genossenschaftsanteils ist nicht vorgeschrieben im Genossenschaftsgesetz (GenG).

Es findet - außer bei großen Genossenschaften - eine weitgehend demokratische Kontrolle statt. Viele Genossenschaften bieten weitere Vergünstigungen. Im Falle einer Insolvenz gehören die Mitglieder zur Schuldnerseite und haften nur mit ihrem Genossenschaftsanteil,
sofern die Satzung nicht etwas anderes bestimmen (z.B. eine Nachschusspflicht).

Es ist möglich, dass sich eine große Zahl von Bürgern mit einem jeweils verhältnismäßig geringen Geldbetrag beteiligen. Das Risiko ist im Gegensatz zu börsennotierten Aktien gering. Die Genossen sind Miteigentümer am Kapital einer Genossenschaft. Sie entscheiden in der jährlichen Generalversammlung selbst über die Höhe einer Gewinnausschüttung. Genossenschaftsanteile können weitergegeben oder verschenkt werden. Nach einer Kündigung erfolgt die Rückzahlung entsprechend dem in der Bilanz ausgewiesenen Genossenschaftsanteil.
Was sind die Nachteile einer Genossenschaft ?
Es sind ausreichendes Kapital für die jeweiligen Projekte und aktive Mitwirkende erforderlich, um die Genossenschaft auf Dauer mit Leben zu erfüllen. Für die Prüfung durch den Genossenschaftsverband fallen Kosten an. Bei Handels- und Dienstleistungsgenossenschaften muss die Finanzierung durch entsprechenden Umsatz gewährleistet werden. Nicht in jedem Fall ist die Genossenschaft eine geignete Form: So hatte die im September 2011 gegründete Energiegenossenschaft solar popular eG in Bremen nur eine Lebensdauer von wenigen Jahren. Die bundesweite Genossenschaft Energie in Bürgerhand wurde 2009 gegründet und 2013 wieder aufgelöst.*) Auch der Plan zur Gründung der WeserStrom Genossenschaft wurden nach jahrelangen Verhandlungen aufgegeben.
*) siehe Bericht in der Badischen Zeitung 13. Juni 2013
Erstellt am 06.11.2002, letzte Änderung am 28.12.2017