Interessenvereinigung

Für uns steht die demokratische Mitwirkung bei Kapitalgesellschaften - Aktiengesellschaften, Genossenschaften usw. - im Bereich der erneuerbaren Energien auf der Tagesordnung. Im Aktiengesetz § 127 a Absatz 1 heißt es: "Aktionäre oder Aktionärsvereinigungen können im Aktionärsforum des elektronischen Bundesanzeigers andere Aktionäre auffordern, gemeinsam oder in Vertretung einen Antrag oder ein Verlangen nach diesem Gesetz zu stellen oder in einer Hauptversammlung das Stimmrecht auszuüben." Diese Rechte werden wir stets einfordern und wahrnehmen. Wir verfügen im Gegensatz zu anderen Aktionärsvereinigungen über einschlägige Branchenkenntnisse. Darüber hinaus beraten wir auch unsere Mitglieder im Hinblick auf Kapitalanlagegesellschaften im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB).

Im Januar 2013 erfolgte nach einer Analyse des von der Deutschen Börse entwickelten ÖkoDAX die Vorstellung unseres
Öko-Strom-Indexes, einem Börsenbarometer für erneuerbare Energien.
2015 wurde eine Studie zum Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) verfasst. Unsere Gründungsmitglieder haben jahrzehntelange Erfahrung im Aktiengeschäft. Die Geldanlage bei Aktiengesellschaften wird von uns allerdings durchaus kritisch gesehen, wie die Liste der Risiken zeigt. Daher bieten wir auch Alternativen dazu an, beispielsweise im Rahmen einer Genossenschaft.

Neben der geschlossenen Benutzergruppe, für die nur Mitglieder unserer Interessengemeinschaft Zugang erhalten, bieten wir auch Informationen für Nichtmitglieder. Aktuelle Hinweise zu Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften sind im Aktionärsforum auf den Seiten des elektronischen Bundesanzeigers sowie in der Gruppe Weserstrom bei XING zu finden.

Wenn Sie sich an unserer Interessengemeinschaft beteiligen wollen, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Durch die Erklärung über eine Mindesteinlage von 100 Euro erwerben Sie umfangreiche Mitwirkungsrechte. Nach der Einzahlung wird Ihr Geld sicher angelegt, weil wir durch breite Streuung die Verluste von Anfang an begrenzen. Außerdem können Sie aufgrund des Aktien- und Genossenschaftsgesetzes demokratisch mitbestimmen, was bei Fonds und anderen Beteiligungsformen nicht möglich ist.
2. Durch Mitgliedschaft in unserem Verein bekommen Sie einschlägige Informationen und eine umfassende Beratung. Um das Stimm- und Rederecht auf der Hauptversammlung ausüben zu können, brauchen Sie selbst keine Anteile eines bestimmten Unternehmens kaufen. Ob und wieviele Aktien oder andere Kapitalbeteiligungen Sie bereits haben, ist auch nicht von Belang.

Sie können sich für eine dieser beiden Möglichkeiten entscheiden. Für die demokratische Mitwirkung haben wir bereits Aktien und Beteiligungen erworben. Hierfür wurde eine internationale Anlagestrategie entwickelt. Zu dieser Anlagestrategie gehört eine gewichtete Verteilung auf die drei Bereiche Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie. Die prozentuale Verteilung kann sich aufgrund von Preisschwankungen an der Börse verändern.

Aktienanteile2015
Gewichtungen in unserem Aktienportofolio am 30.11.2016: 43% Sonnenenergie, 27% Wasserkraft, 30% Windenergie

Ist es sinnvoll, selbst eine oder mehrere Anteile eines Unternehmens zu kaufen?

Einige Unternehmen bieten als Genossenschaft bereits ab 50 Euro eine Geldanlagemöglichkeit an. Da eine Genossenschaft wie jedes andere Unternehmen einen Wirtschaftsbetrieb hat, bestehen grundsätzlich die gleichen Risiken wie bei anderen Kapitalgesellschaften. Der Unterschied besteht meist darin, dass viele Genossenschaften weitere Vergünstigungen für ihre Mitglieder anbieten und daher zum Beispiel keine Dividenden oder Zinsen gezahlt werden. Weiterhin wird bei großen Genossenschaften die demokratische Mitwirkung ausgeschlossen, indem Vertretersammlungen stattfinden, zu denen nur noch ein auserwählter Kreis zugelassen wird. Für Kleinanleger stellen Aktien meist keine gewinnbringende Geldanlage dar, weil jeweils bei Kauf und Verkauf von Aktien Provisionen, Gebühren und Spesen anfallen, die durch Dividenden und Kursanstieg wieder erwirtschaftet werden müssen. Das soll folgende Beispielrechnung zeigt:


Nehmen wir an, Sie wollen an der Börse klein anfangen, also etwa mit 50 Euro, und kaufen 30 Aktien einer Firma zum Kurs von 1,71 Euro, also im Gesamtwert von 51,30 Euro. Das Geldinstitut, über das Sie die Aktien kaufen, berechnet Ihnen 9,95 Euro zusätzlich, so dass Sie insgesamt 61,25 Euro ausgeben müssen, um Eigentümer der Aktien zu werden. Nach einiger Zeit stellen Sie fest, dass das Unternehmen doch nicht so interessant für Sie ist, und Sie wollen wieder verkaufen. Beim Verkauf würden Ihnen nochmals 9,95 Euro in Rechnung gestellt. Zusammen haben Sie damit 71,20 Euro ausgegeben. Der Kurs einer Aktie müsste um 0,66 auf 2,37 Euro steigen, damit Sie ohne Verlust am Ende dabei herauskommen - das sind rund 40% ! Bei einer langfristigen Anlage in Aktien und bei größeren Beträgen sieht die Rechnung günstiger aus. Allerdings besteht - wie die Geschichte zeigt - auch die Gefahr eines Wertverlustes bis zu 100%. Insofern kann die Investition in Aktien manchmal mit einem Lotteriespiel verglichen werden.

Erstellt am 08.10.2010, zuletzt geändert am 13.02.2017